Pflegehinweise Tattoos

 

 

Die Plastikfolie ca. zwei Stunden auf dem frischgestochenen Tattoo lassen. Anschließend die Hautstelle mit lauwarmen Wasser und PH neutraler Seife waschen. Die Haut mit einem sauberen Handtuch oder Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. 5 Minuten warten, um dann eine für Tattoos geeignete Creme (Panthenol oder Pegasus) sparsam aufzutragen. Es sollte 5 x pro Tag, oder immer wenn sich das Tattoo trocken anfühlt, eingecremt werden. Wichtig: wenig Creme verwenden! Die Haut muss nur geschmeidig gehalten werden, nicht dick eingecremt. Nach etwa 30 Tagen die Creme 3 x pro Tag benutzen. Das Tattoo sollte immer sauber und eingecremt sein. Während des Heilungsprozesses darf keine andere Cremes verwendet werden! Verzichte auf enge Kleidungsstücke, die das Tattoo reizen können!
15 Tage sollte auf Sport, 30 Tage auf Saunagänge, Solariumbesuche und Schwimmen sowie direkte Sonneneinstrahlung  verzichtet werden!
Juckreiz ist ein normaler Effekt des Heilungsprozesses, bitte nicht kratzen!
Damit die besten Ergebnisse für das Tattoo erzielt werden, solltest du dich genau an diese Hinweise halten.
Im Falle von Problemen im Heilungsprozess oder bei Unsicherheiten, wende dich bitte direkt an uns. Nötiges Nachstechen übernehmen wir gratis, dafür muss das Tattoo 4 Monate lang abgeheilt sein.

 

 

 

Pflegehinweise Piercing

 


Als Pflegemittel empfehlen wir Dir folgende Produkte:

  • Kochsalzlösung (2x täglich, früh und abends, mit einem Wattestäbchen reinigen für ca. 3-6 Wochen) oder
  • Octenisept (3x täglich+ bei oralen Piercings nach jeder Mahlzeit spülen, für etwa 1-2 Wochen)

Nach dem Piercen ist Sauberkeit und die richtige Pflege der gepiercten Stelle die Grundlage für eine normale und schnelle Wundheilung. Ein Piercing ist während der Verheilphase (auch Epithelisierung genannt) eine offene Wunde und somit ein Angriffspunkt für Viren und Bakterien. Deshalb solltest Du niemals mit ungewaschenen Händen an dein frisches und nicht abgeheiltes Piercing fassen, da es zu Komplikationen kommen könnte.


Das Infektionsrisiko beim Piercing ist minimal, die Erfahrung zeigt, dass die meisten Probleme auf folgende Faktoren zurückzuführen sind:

 

1. Unnötige Berührungen und Bewegungen der frisch gepiercten Stelle und Berührungen mit schmutzigen Fingern und Oralkontakt.
2. Benutzung eines  ungeeigneten Reinigungsmittels.
3. Ungenügende bzw. unsachgemäße Pflege. Schmuck niemals drehen, bevor die Kruste oder Absonderungen nicht entfernt worden sind.
4. Besuch von Schwimmbädern, Solarien und Saunas in der Abheilphase.
5. Falsche Schmuckgröße (z.B. eine zu lange Banane oder ein zugroßer Ring beim Nabelpiercing).
6. Allergische Reaktionen des Körpers auf Schmuck, der nicht für den Ersteinsatz geeignet ist.

 

Für den Ersteinsatz sollte in jeden Fall, wie es der Gesetzgeber verlangt, sterilisierter Schmuck eingesetzt werden, dessen Nickelgehalt unter 0,05% in der Gesamtmasse liegt und biokompatibel (körperverträglich) ist. Geeignet sind Titan, nickelfreier Stahl, Niobium, PTFE oder Gold 18kt.
2-3 Tage vor und nach dem Piercen sollten keine Medikamente eingenommen werden die das Blut verdünnen (z.B. Aspirin/ASS oder Alkohol, sprecht uns an, falls ihr Medikamente nehmen müsst!).

 

Du solltest Dir immer gründlich die Hände waschen, bevor Du den Ring oder Stecker anfasst. Trotz gründlicher Reinigung solltest Du dennoch den Ring oder Stecker nur an der Kugel anfassen. Zum Entfernen der Kruste, die sich evtl. am Schmuck abgesetzt hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1.mit einem Wattestäbchen und Kochsalzlösung vorsichtig lösen.
2. unter der Dusche mit Wasser einweichen und vorsichtig ablösen.
Sprühe in der ersten Woche etwas Wunddesinfektionsmittel (z.B. Octenisept) auf beiden Seiten der gepiercten Stelle auf und bewege den Ring bzw. den Stecker ein paar mal hin und her, damit das Wundmittel in den Stichkanal gelangt und dort seine Wirkung entfalten kann. Reste des Mittels können mit einem sauberen Papiertuch entfernt werden. Dies sollte morgens und abends, sowie bei Verunreinigungen wiederholt werden.

Achtet vorallem an Anfang darauf, dass Kleidungsstücke nicht scheuern (z.B. große Gürtelschnallen bei Bauchnabelpiercings).

Beim Nasenpiercing ist unbedingt zu beachten, dass man alle beide Seiten des Stichkanals pflegt, das heißt die Außen-und Innenseite des Piercings. Außerdem darf keine Schminke auf die frischgepiercte Stelle gelangen, da sonst eingekapselte Entzündungen entstehen können.


Beim oralen Piercing ca. 3-4 Wochen lang nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen und anschließend mit einem geeigneten Mittel (z.B. Octenisept) spülen. Rauchen, Alkohol, Küssen und oralen Sex bis zur vollständigen Heilung vermeiden. Eiswürfel, kalte Getränke (z.B. kalter Kamillentee) wirken lindernd bei Schwellungen und Schmerzen, die während der ersten Tage auftreten können.

 

Ihr solltet auf jeden Fall nur ein geeignetes Wundmittel verwenden und nicht irgendwelche Salben,die den Stichkanal verstopfen können. Auch das abgeheilte Piercing sollte beim Duschen stets gesäubert werden, da sich im Stichkanal Schweiß und Talg absetzt. Auch ein komplett abgeheiltes Piercing muss (fast) ständig getragen werden, da sich der Stichkanal (je nach gepiercter Stelle) innerhalb von Stunden so weit verschließen kann, das ein Wiedereinsetzen (ohne neu zu piercen) nicht mehr möglich ist.
Bei Entzündungen solltest Du auf keinen Fall einfach nur den Schmuck herausnehmen, die Entzündung könnte sich einkapseln. Im Falle einer Entzündung sprich uns an oder einen Arzt.